Wie geht es weiter?

Wie geht es weiter?

Vorläufige Bilanz

Zu Beginn des Lockdowns träumte ich noch von einer Phase, die wir bald hinter uns lassen würden. Leider wurde es Woche um Woche klarer, dass es nicht so sein wird.

Die Schäden in uns sitzen tief, die medialen Suggestionen haben ihre Wirkung getan. Trotz sinkender Zahlen ist an einen natürlichen Umgang mit anderen Menschen nicht zu denken. Freunde und Bekannte erzählen mir, dass sie sich selbst zuhause in der Familie dabei ertappen, den Mindestabstand einzuhalten.

Der zusätzliche Schritt zurück vom anderen wurde -und wird- uns so intensiv installiert, dass wir ihn manchmal bewusst, aber auch unbewusst, einhalten. Es ist gleichsam erschütternd und beeindruckend, zu welcher Anpassung der Mensch in kürzester Zeit fähig ist. Hand aufs Herz, das hätte ich nicht für möglich gehalten.

Die Leichtigkeit im Umgang mit anderen ist verschwunden, wir suchen verzweifelt danach und können sie nicht finden. Ich denke speziell auch an die Kinder, die jetzt lernen mussten, dass die Nähe zu anderen Gefahr bedeutet, was unserer menschlich-sozialen Natur widerspricht. Der Einschnitt in ihre Entwicklung wirkt massiv und die Konsequenzen daraus werden sich erst im Laufe der Jahre offenbaren.

Für mich selbst ist das Leben seit Corona ein hartes Brot. Wenn ich in Gesprächen das Wiederkäuen der öffentlich-rechtlichen Medien erkenne, wird es unerträglich. Seit Monaten predigen diese Medien von ihrer fiktiven Kanzel das „immer gleiche.“ Dabei wird sich nicht einmal um eine eloquente Wortwahl bemüht, sondern in Dauerschleife die gleichen Vokabel und Redewendungen genutzt. Kein Schriftsteller oder Blogschreiber mit Anspruch würde das tun!

Eher in der Hypnoseeinleitung, dort sind einfache Worte und Wortwiederholungen ein Werkzeug um den Klienten in eine Arbeitstrance zu führen.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, ich will das Virus nicht leugnen. Das Virus war da und wird uns weiter begleiten, so wie es die vielen Grippeviren seit allen Zeiten tun. Meine Form der Vorsicht sind bewusstes Essen, Bewegung und Nahrungsergänzungsmittel, die mein Immunsystem unterstützen. Derzeit würde ich auf Großveranstaltungen in geschlossenen Räumen verzichten.

Aber gut, Angst und Panik sind installiert und wirken bei dem Großteil der Bevölkerung. Müssen wir jetzt warten bis der Zauberspruch seine Wirkung verliert und die Menschen wieder aufwachen? Dauert der Zauberschlaf hundert Jahre lang wie bei Dornröschen? Oder warten wir in gedrosselter Lebensführung mit angehaltenem Atem auf die zweite Welle? Das klingt alles nicht attraktiv und macht keine Lust auf Leben.

Wir müssen tiefer graben. Die Ausgangsbeschränkungen haben alle Menschen auf sich selbst zurückgeworfen. Viele Ablenkungen wie soziale Kontakte, Arbeitsumfeld, Konsumieren, Sport etc. standen plötzlich nicht zur Verfügung. Es blieb Homeoffice, Home-Schooling und YouTube.

Selbst durchwandelte ich in dieser krassen Zeit das volle Spektrum meiner negativen Gefühle, von Wut bis Deprimiertheit, alles war da. Wie viele andere wünschte ich mir die „Normalität“ zurück, bis mir klar wurde, dass das, was ich als normal verstand, nicht gut war. Normal heißt nicht gleich gut.

Und ich verstand, wie sehr ich vom Außen und dessen Aktionen abhängig war. Das darf sich ändern. Die Frage, ob ich genau da weiter machen möchte, wo ich durch den Lockdown unterbrochen wurde, kann ich heute mit „nein“ beantworten.

Die große Unterbrechung gab mir Zeit, mir nicht nur wichtige Fragen zu stellen, sondern sie auch zu beantworten. Mit der Antwort gehen wir in die Verantwortung für uns. Erstaunerlicherweise habe ich festgestellt, dass ich viele Dinge nicht vermisst habe. Weniger Kompromisse würden mir guttun, klare Ansagen machen ebenso und mehr Klarheit von Außen einfordern. Nicht bitten und betteln, sondern klare Standpunkte fordern. Halbwahrheiten und Lebenslügen kosten wertvolle Zeit und werden demnächst sowieso enttarnt. Dahinter steht der Mensch in seinem SEIN.

Diesem SEIN näherzukommen, es wagen zu zeigen und zu leben, erfordert Mut. Jede Veränderung scheint schwierig. Jedoch:

ES IST NICHT SO SCHWIERIG; WIE DU GLAUBST.

Überlegen Sie mal, was vermissen Sie nicht? Lassen Sie das bei der nächsten Lockerung bloß nicht mehr rein!

Wir finden die Welt verändert vor, welche Veränderung würden Sie sich wünschen? Sie könnten das alte Muster bedienen und Ihre bestehenden Ängste und Albträume in die Zukunft werfen oder eben nicht!!!

In der Aufarbeitung der vergangenen Monate würde ich mir folgende Konsequenzen wünschen oder besser noch-einfordern:

  • Alle industriellen Tierschlachthöfe werden wegen mangelnder Hygiene, mangelnder Würdigung und Respekt vor Mensch und Tier geschlossen.
  • Auf der Autobahn wird wie im restlichen Europa nicht schneller gefahren, als 130 km/h, da alles andere unserer Zeit nicht entspricht.
  • Unser Bildungssystem, das bisher in erster Linie Versagensängste bildete, wird umgerüstet auf die Förderung von natürlicher Neugier, Fähigkeiten und Motivation der Kinder. Die Struktur der ewigen Fehlersuche wird eingerissen.
  • Unser Planet schafft u.a. die Flut von Billigflügen nicht mehr. (Für 20 Euro ohne Gepäck zum Shoppen nach Paris) Diese Verschwendung von Resourcen inkl. des Schadstoffausstosses kann nicht Standard bleiben.
  • Experten sind sich einig, dass das E-Auto keine Alternative für Brennstoffmotoren ist. Wir treiben den Teufel mit dem Beezlebuben aus. Bereits existierende, alternative Forschungen müssen gefördert werden.

Ich könnte die Liste endlos fortsetzen. Vielleicht haben Sie Lust, die Liste weiterzuführen oder eine eigene Liste anzulegen. Seien Sie nicht schüchtern, schreiben Sie nicht Ihre Wünsche auf eine Liste wie ein Kind zu Weihnachten, nein! Schreiben Sie Ihre Forderungen und selbstbewussten Erwartungen nieder.

Wie fühlen Sie sich dabei? Schreiben Sie mir das doch in die Kommentare.

Bettina Baumann
HP Psychotherapie
Lösungsorientiert-Energetisch- Spirituell

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